Wetterstation Niederlemp

50°38' Nord 8°25' Ost, 265 m ü.NN



Die Wetterstation

Über die Wetterstation in Niederlemp:

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2020: Trockenstes Jahr seit 1993

2020 war ein außergewöhnlich warmes und trockenes Jahr.

In den letzten 7 Jahren ist die jährliche Durchschnittstemperatur in Niederlemp um 1,5°C angestiegen. In den Jahren zuvor lag sie relativ stabil bei rund 9°C, mit Ausnahme der kalten Jahre 1996 und 2010. Der bisherige Höchstwert wurde 2018 mit 10,65°C erreicht, 2020 blieb mit 10,63°C jedoch nur geringfügig darunter. Es scheint, als würde sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzen. Aufgrund der kurzen Beobachtungszeit lässt sich der Trend jedoch schwer abschätzen.

Der Mai war mit einer Durchschnittstemperatur von 12,5°C zwar recht warm, lag aber 0,6°C unter dem langjährigen Mittelwert. Alle anderen Monate waren durchweg zu warm. Das Jahr begann bereits mit einem Januar, der 2,6°C zu warm war und von einem Februar gefolgt wurde, der mit einem klimatischen Plus von 3,8°C die höchste Abweichung des Jahres erreichte. Der August war der mit Abstand wärmste Monat des Jahres. Obwohl aus klimatischer Sicht der Juli eigentlich der wärmste Monat des Jahres ist, konnte der August deutlich mehr bieten. Mit einer Durchschnittstemperatur von 20,3°C fiel er 2,9°C zu warm aus.

Klimaabweichung in Niederlemp von 1993 bis 2020

Klimaabweichung in Niederlemp von 1993 bis 2020

Was die Jahresdurchschnittstemperatur nicht schaffte, erreichte die Jahresniederschlagsmenge: Mit nur 639,7 Liter pro Quadratmeter wurde 2020 das bisher trockenste Jahr der letzten 28 Jahre. Damit fehlten 22% der üblichen Regenmenge. Der nasseste Monat war der Februar. Er erreichte ein Niederschlagsplus von fast 118%. Den zweiten Platz in dieser Kategorie nahm der Juni ein, der immerhin ein Plus von rund 44% erreichte. Alle anderen Monate waren zu trocken. Hierbei fiel vor allem der Juli mit einer Regenmenge von nur 16,8 mm auf, was einem Defizit von fast 82% bedeutete. Aber auch im April und Mai fiel kaum mehr Regen aus den teils wenigen Wolken.

Die längsten Trockenperioden traten im April und Juli auf und dauerten jeweils 26 Tage. Im Mai und September blieben jeweils 24 Tage ab Stück trocken. Die durchschnittliche Anzahl trockener Tage pro Monat lag damit im Jahre 2020 erneut bei 18,42 Tagen. Dieser Wert stellt den bisherigen Höchstwert dar, wurde aber auch schon in den Jahren 2010, 2011, 2017 und 2019 erreicht.

Wie es im Jahr 2021 weitergeht, lässt sich nur schwer vorhersehen. Vielleicht ist der Dezember ein kleiner Lichtblick. Er schaffte es immerhin fast, das Soll der Regenmenge zu erfüllen. Das Fehlen von 0,3 Liter pro Quadratmeter lässt sich hier vernachlässigen. Hinsichtlich der Temperatur im Dezember wäre es aber ein schlechtes Zeichen. Denn er fiel 2,2°C zu warm aus. Davon sollten wir im nächsten Jahr verschont bleiben.